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Bergschuh- u. Ausrüstungscheck

Was ist ein Bergschuh ?

... diese Frage bekommen wir häufig gestellt.

In den Bergen wird zum Wandern zwingend eine BERGschuh benötigt. Wanderschuhe und Trekkingschuhe sind für das Bergwandern nicht geeignet, da diese ausschließlich für das Wandern im Flachland bestimmt sind. Wird ein Schuh in der Beschreibung des Herstellers nicht als BERGschuh ausgeschrieben, so scheidet dieser automatisch aus. Mittelgebirgsgeeignete Wanderschuhe, etc. sind natürlich keine BERGschuhe.

Wichtigstes Merkmal des BERGschuh ist zunächst, dass der Schaft über den Knöchel geht und diesen vor Verletzung durch umtreten, etc. schützt.
Verschiedene Hersteller verwenden individuelle Klassifizierungen. Geeignet sind z.B. Schuhe ab Index 3 (Bewertungssystem von Lowa) bzw. Hanwag Einteilung: Alpin, Rock, Trek.
Damit Sie besser zuordnen können, ob Ihr Bergschuh für die Alpenüberquerung geeignet ist, sehen Sie hier worauf es bei einem Bergschuh für eine Berg-Wanderwoche ankommt.

Profilgummisohle:

 

Für einen Bergschuh ist die "selbstreinigende" und rutschfeste Profilgummisohle ein wichtiger Bestandteil. Am gebräuchlichsten sind sogenannte "Vibram"-Sohlen, welche Sie an der GELBEN Marke (siehe Bild) erkennen.

Bitte bedenken Sie, dass Ihr Bergführer im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht nur Gäste mitnehmen darf, die über ein dementsprechendes Schuhwerk verfügen. Unsere sehr erfahrenenen Bergführer sind gesetzlich verpflichtet, Teilnehmer zu ihrer eigenen Sicherheit gegebenfalls von der Tour auszuschließen.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, lassen Sie am besten Ihren Schuh im Bergsport Fachhandel überprüfen.

Wichtig!:
Bei Bergschuhen die älter als 5 Jahre sind, besteht außerdem die Gefahr, dass sich die Sohle durch Aushärtung des Klebers plötzlich löst und die Tour dadurch sofort beendet ist. Bitte lassen Sie Ihre Schuhe überprüfen, falls Sie diesbezüglich unsicher sind.

Beispiel für ungeeignete Schuhe zum Bergwandern:

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Schuh die Anforderungen erfüllt, sehen Sie hier ein Bild von einem Wanderschuh, welcher nicht für die Alpenüberquerung geeignet ist, da dies kein BERGwanderschuhe ist, wie z.B. Lowa Renegade, etc.

Bergschuh Empfehlung Wandern:

Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Schuh für die Tour geeignet ist, schauen Sie doch einfach mal auf unsere Auflistung, wo wir zusammen mit unserem Bergschuhpartner: Schuh Keller eine Auswahl für wandergeeignete Bergschuhe der gängigen Hersteller zusammen gestellt haben. Diese Listen helfen Ihnen natürlich auch beim Neukauf. Sollten Sie nicht Sie nach wie vor nicht sicher sein, ob Ihre Schuh geeignet ist, kontaktieren Sie bitte Ihren Sportfachhändler. Bitte haben Sie Verständnis, dass unsere Büromitarbeiter hierzu keine Auskunft geben können.

http://www.bergschuh-keller.de/Frauen/Bergschuhe-und-Trekkingschuhe/?listing_sort=price_desc&listing_count=32

Neu: Bergschuh Beratungshilfe Fachgeschäft

Wie bereits mitgeteilt, ist für die richtige Beratung Ihr Bergsport Fachhändler zuständig. Damit Ihr Berater dort von Anfang an richtig informiert ist und weiß, was Sie benötigen, haben wir eine Beratungshilfe für Verkäufer zusammengestellt, damit es keine Missverständnisse gibt. Bitte drucken Sie das PDF aus und übergeben Sie dieses dem Verkäufer, der dann weiß, welchen Bergschuhe Sie brauchen.

Ausrüstungsberatung:

Falls Sie noch Fragen zur Ausrüstungsliste haben, dann möchten wir Ihnen diese hier etwas genauer als in der Packliste erklären:

Die folgendenAusrüstung ist primär für die Wanderwochen abgestimmt:

Rucksack:
Für eine Wochentour ist ein ca. 35-45 Liter Rucksack, mit einem Gesamtgewicht von ca. 10 Kilo zu empfehlen.
Bitte achten Sie beim Kauf eines Rucksacks primär darauf, dass dieser passt. Hierzu müssen Sie im Sportgeschäft verschiedene Rucksäcke mit Inhalt durchprobieren. Selbstverständlich sollte der Rucksack auch eine passende Regenhülle haben.
Tipp 1: Natürlich muss in den Rucksack alles rein passen. Dennoch verleitet ein zu großer Rucksack dazu, "unnötigen Ballast" mitzunehmen, worüber Sie sich während der Tour über sich selbst ärgern werden.
Tipp 2: Bei Hochtouren und Ausbildungkursen sollten Sie daran denken, dass Sie im Rucksack noch zusätzlich die Kletterausrüstung: Helm, Gurt, Klettersteigset, Steigeisen, etc. verstauen müssen. Bitte bedenken Sie dies bei der Größenauswahl.

Bekleidung:
1. Schicht: Unterwäsche:
Hier haben sich Funktionshemden aus Merinowolle, etc. sehr bewährt. Die Funktionshemden sind natürlich auch als T-Shirts zu verwenden.

2. Schicht:
Hier sind sogenannte "Long Sleeves" oder Funktionshemden das Mittel der Wahl

3. Schicht: Pullover oder Jacke:
Wir empfehlen entweder Softshell Jacken oder Windstopper Fleece Jacken als Schutz gegen Wind und Kälte. Als Hosen beim Wandern empfehlen wir sogenannte Zip Hosen, wo aus einer langen Hose schnell ein kurze Hose gemacht ist.

4. Schicht: Regen- und Wetterbekleidung:
Am besten bewährt haben sich hier dünne Jacken und Hosen aus GoreTex oder einer anderen Funktionsmembrane. Je nach Alter der Bekleidung und Imprägnation wird dementsprechend lange Regen und Nässe abgehalten. Bei "dichtem" Material besteht das Problem, dass man von Innen mehr schwitzt als man von Außen Nass wird. Regenponchos empfehlen wir nicht, da diese besonders bei Wind ein dementsprechendes Unfallrisiko mit sich bringen.

Reservewäsche:
Reservewäsche brauchen Sie eigentlich nur im Bereich der 1. und 2. Schicht. Grundsätzlich können Sie bezüglich Geruchsbildung Merino Wollprodukte wesentlich länger tragen, als z.B. Funktionsfasern aus Kunststoff.

Strümpfe bzw. Socken für die Bergschuhe:
Am besten spezielle Wandersocken mit Funktionsfaser und speziell abgepolsterten Problemzonen ohne Naht verwenden.
Falls Sie bezüglich Blasen und Druckstellen Probleme haben, empfehlen wir:
Direkt auf der Haut tragen Sie einen reinen Polypropylen-Socken (z.B. Rohner PROTECTOR PLUS) und darüber einen im Fußteil verstärkten Socken mit hohem Wollanteil (z.B. Rohner ORIGINAL / 70% Wollanteil). Dies ist die Voraussetzung für eine trockene, feste Haut auch nach Stunden und dies bei jeder Außentemperatur (kalt oder auch warm).

Handschuhe und Mütze:
Dünne Hanschuhe gehören in jeden Rucksack

Ausrüstung im Rucksack:
Da es keine wasserdichten Rucksäcke gibt, die für das Bergwandern geeignet sind, und man im Gebirge immer damit rechnen muss, dass es auch mal "nass" werden kann, ist es wichtig die Wechselbekleidung, etc. in wasserdichten "Plastiktüten" zu verpacken. So ist gewährleistet, dass die Bekleidung immer trocken bleibt. Tipp: möglichst "raschelfreie" Tüten verwenden (ihre Mitschläfer im Zimmer/Lager danken es Ihnen)

Gamaschen:
Im Gebirge kann es zu jeder Zeit in jedem Monat schneien. Bei Neuschnee verhindern Gamaschen, dass der Schnee über den Schuhrand eindringt. Eine gute Hose mit einer dementsprechenden Öse, die man in den Schnürsenkel einhängt, ersetzt die Gamasche. Grundsätzlich haben bei Neuschnee das Schneeproblem nur die ersten Personen in der Spur. Falls Sie Gamaschen haben, sind diese "good to have". Dass Sie das Neuschneeproblem auf der Tour haben werden, ist sehr unwahrscheinlich. Ob Sie diese extra kaufen ist eine andere Frage.

Regenschirm:
Was im Tal praktisch ist, muss im Gebirge noch lange nicht unpraktisch sein. Erfahrene Bergwanderer haben immer einen leichten Regenschirm dabei und werden im Falle des Falles oft beneidet.

Hüttenschuhe:
Hier haben sich sehr leichte Freizeitschuhe oder "Crocs" bewährt, welche geringes Packmaß und Gewicht haben und sowohl im Gasthof als auch in der Hütte getragen werden können.

Hüttenschlafsack:
Der Hüttenschlafsack dient ausschließlich zu hygienischen Gründen und ist auf allen DAV Hütten Pflicht. Hier gibt es verschiedene Ausführungen. Wir empfehlen Seidenschlafsäcke, da diese sehr leicht sind und ein kleines Packmaß haben. Außerdem ist der Schlafkomfort besser. Alternativ gibt es natürlich auch günstigere Baumwoll-Hüttenschlafsäcke. Alle Hütten verfügen natürlich über Decken. Den Hüttenschlafsack können Sie auch auf der jeweils ersten Hütten käuflich erwerben. Allerdings ist dieser hier meist teurer als im Tal...

Waschset:
Hier verwenden Sie die abgespeckte Version Ihres Kulturbeutels. Zu empfehlen sind natürlich kleine Seifen, etc. mitzuführen. Ebenso ein kleines Handtuch.

Trinkflasche:
Teilweise werden Trinksysteme im Rucksack verwendet. Diese sind aber nicht notwendig. Am einfachsten verwenden Sie PET Flaschen, die sie immer wieder auffüllen. Von der Menge sollten 1 bis maximal 2 Liter ausreichend sein.

Verpflegung während der Tour:
Bei vielen Touren, wie z.B. der Alpenüberquerung gibt es während der Tour immer wieder Einkehrmöglichkeit auf Hütten und Almen bzw. Gasthöfen. Für zwischendurch sind Müsliriegel, etc. eine Option. Ansonsten sind alle Hütten voll bewirtschaftet und Sie haben täglich die Möglichkeit, z.B. belegte Brote, Schokolade und Snacks zu kaufen.

Sonnenbrille:
Da wir im Gebirge ca. die doppelte Sonneneinstrahlung wie auf Meereshöhe haben, welche z.B. bei Schnee nochmals erhöht wird, ist es wichtig eine gute Sonnenbrille dabei zu haben. Je besser die Brille "abschließt", desto besser. Auf "Modebrillen" sollten Sie auf der Tour verzichten.

Taschenlampe:
Diese brauchen Sie, wenn Sie z.B. Nachts auf der Hütte auf die Toilette müssen und die anderen Teilnehmer nicht durch das Zimmerlicht wecken möchten. Hier ist eine kleine Taschenlampe ausreichend.

Verbandszeug:
Ein kleines Vebandszeug gehört natürlich in jeden Rucksack und sollte immer dabei sein. Bitte führen Sie auch "sicherheitshalber " Blasenpflaster (z.B. Compeed) mit und freuen Sie sich, wenn Sie dieses nicht brauchen.

Ohropax:
Vor allem für Personen die einen leichten Schlaf haben, sind diese auf den Hütten eventuell eine Hilfe.

Wanderstöcke:
Hier geben wir bewusst keine Empfehlung ab, da Wanderstöcke entgegen der allgemeinen Meinung der Sportartikelindustrie keineswegs nur Vorteile haben.
Langzeitstudien belegen mittlerweile, dass Knieprobleme bei gesunden Personen die häufig mit Wanderstöcken aufgrund der abnormalen Belastung (der Mensch ist nicht zum gehen an Stöcken gebaut) häufiger auftreten, als bei Personen, welche ohne unterwegs sind.
Der größte Nachteil ist, dass durch häufiges Stockgehen der natürliche Gleichgewichtssinn gestört wird bzw. verloren geht. Darum sollten Stöcke nur situativ eingesetzt werden.
Unfallauswertungen belgen außerdem, dass stolpern über die Stöcke immer wieder Unfallursache ist.
Für Personen, welche bereits Knieprobleme haben und die Wanderstöcke bewusst einsetzen, können diese eine echte Hilfe sein.